Häufige Fragen / FAQs

1. Produktauswahl

Signaturkarte

Welche medisign Signaturkarte empfehlen Sie mir?

Das kommt im Wesentlichen auf Ihre Berufsgruppe an. Für Ärzte dürfte heute der elektronische Arztausweis (eHBA) klar die beste Wahl sein. Gleiches gilt für Zahnärzte im Hinblick auf den elektronischen Ausweis für Zahnärzte (ZOD) und für Psychotherapeuten mit dem elektronischen Psychotherapeutenausweis (ePTA). Mit der medisign Card bietet medisign außerdem eine Signaturkarte an, die allen Tätigen im Gesundheitswesen auch ohne Bestätigung ihrer Berufsgruppenzugehörigkeit (Attributbestätigung) offen steht.
Ärzte und Zahnärzte erfahren auf der folgenden Webseite, welche Signaturkarten und Anwendungen in ihrer Region angeboten werden: www.wegweiser-signaturkarten.de

Warum kann ich in bestimmten Regionen keinen elektronischen Berufsausweis bekommen?

Bei den elektronischen Berufsausweisen der Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten handelt medisign immer nur im Auftrag der jeweils zuständigen Körperschaft - als so genannter Zertifizierungsdiensteanbieter (kurz: ZDA). Falls also in Ihrer Region Ihr elektronischer Berufsausweis nicht verfügbar ist, so ist dies ausschließlich eine Entscheidung Ihrer Körperschaft.

Was ist der Unterschied zwischen einem elektronischen Arztausweis und einem elektronischen Heilberufe- bzw. Heilberufssausweis (eHBA)?

Es besteht kein Unterschied, es sind nur unterschiedliche Bezeichnungen für dieselbe elektronische Signaturkarte.

Praxisausweis

Was ist eine SMC-B?

SMC-B steht für Security Module Card - Betriebsstätte). Elektronischer Praxis- oder Institutionsausweis sowie elektronische Praxis- oder Institutionskarte sind alle synonyme Begriffe für eine Smart Card, die zur Authentisierung einer Betriebsstätte (Praxis, Klinik oder Apotheke) gegenüber den Diensten der Telematikinfrastruktur dient.

Der Praxisausweis ist der zentrale Baustein der TI, denn mit ihm:

  • ...weisen sich Betriebsstätten (BSNR) als berechtigte Teilnehmer aus.
  • ...kann der Konnektor eine Online-Verbindung zur TI herstellen.
  • ... können Ärzte auf Anwendungen wie das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) zugreifen.
  • ... können Ärzte Patientendaten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) auslesen.

Wer braucht einen Praxisausweis?

Das E-Health-Gesetz verpflichtet die Leistungserbringer, die Versichertenstammdaten der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) künftig online abzugleichen und zu aktualisieren. Bis zum 31. Dezember 2018 sollen zu diesem Zweck alle Praxen an die TI angeschlossen sein und das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) als erste Anwendung durchführen können. Ist ein Vertragsarzt dazu nicht in der Lage, wird ihm laut Gesetz das Honorar pauschal um ein Prozent gekürzt.

Als technische Voraussetzung für die Anbindung an die TI muss jede Betriebsstätte eine neue Hardware-Ausstattung anschaffen. Diese besteht u. a. aus einem Konnektor, einem Kartenlesegerät und dem Praxisausweis (SMC-B).

Was wird mit dem Praxisausweis gemacht?

Der Praxisausweis wird in ein E-Health-Kartenterminal (Kartenlesegerät) gesteckt, das mit dem Konnektor verbunden ist. Er ist damit für alle nötigen Einsatzzwecke für den Konnektor verfügbar.

Funktionen im Einzelnen:

  • Authentifikation: Im Gegensatz zur eGK oder dem eHBA weist der Praxisausweis nicht die Identität einer Person, sondern einer Institution bzw. Betriebsstätte nach und sichert die Verbindung zur Telematikinfrastruktur (TI) ab.
  • Signatur: Der Praxisausweis enthält ein Zertifikat für die Signatur von Nachrichten, die von dieser Institution versendet werden.
  • Verschlüsselung: Der Praxisausweis enthält ein Zertifikat, mit dem die Institution Nachrichten ver- bzw. entschlüsseln kann.
  • Zugriff auf TI und eGK: Der Praxisausweis enthält ein Zertifikat, mit dem das Praxispersonal auf die Patientendaten der eGK und Anwendungen wie das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) zugreifen kann.

Wie bekomme ich einen Praxisausweis?

Herausgeber des Praxisausweises sind die Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen der jeweiligen Bundesländer. Beantragt wird der Ausweis bei Anbietern, die von der gematik sowie von KBV bzw. KZBV als Vertrauensdiensteanbieter (VDA) bzw. Trust Service Provider (TSP) zugelassen wurden. medisign ist zugelassener Anbieter von Praxisausweisen für Arzt- und Psychotherapiepraxen. Für Zahnarztpraxen ist der medisign Praxisausweis in Kürze erhältlich.

  • Arzt-/Psychotherapiepraxen: Die Bestellung des Praxisausweises erfolgt direkt im medisign Antragsportal.
  • Zahnarztpraxen: Für die Beantragung stellt die zuständige KZV in einem geschützten Bereich ihres Internet-Portals entsprechende Informationen und Links zu TSP wie künftig medisign zur Verfügung.

Nachdem der Antrag eingereicht wurde, bestätigt die KV bzw. KZV gegenüber dem TSP, dass der jeweilige Antragsteller eine von ihr zugelassene Vertrags(zahn)ärztin/-psychotherapeutin bzw. ein von ihr zugelassener Vertrags(zahn)arzt/-psychotherapeut ist und damit das entsprechende Attribut in den Praxisausweis aufgenommen werden darf.

Wie viele Praxisausweise benötige ich?

Pro Betriebsstätte (BSNR) benötigen Sie mindestens einen Praxisausweis, damit Sie von überall auf die TI zugreifen und die Patientendaten auf der eGK auslesen können.

Wann muss ich den Praxisausweis bestellen?

Der Praxisausweis ist zwingend erforderlich für die Inbetriebnahme der TI-Komponenten (Konnektor, Kartenlesegerät etc.). Er muss deshalb rechtzeitig vor dem Installationstermin beantragt und nach Erhalt beim TSP freigeschaltet werden.

Wie nehme ich den Praxisausweis in Betrieb?

Nachdem Sie den Praxisausweis von uns erhalten haben, müssen Sie ihn noch mit einer PIN freischalten und uns somit den Empfang bestätigen. Sonst kann die Installation der TI-Komponenten (Konnektor, Kartenlesegerät, Praxisausweis etc.) nicht durchgeführt werden. Genauere Informationen zur Freischaltung erhalten Sie in einem PIN-Brief, den wir Ihnen - separat vom Versand des Praxisausweises - per Post zuschicken.

Für die Inbetriebnahme (Aktivierung) benötigen Sie als technische Ausstattung einen Konnektor mit einem eHealth-Kartenlesegerät (Kartenterminal), der mit Ihrem Praxisverwaltungssystem (PVS) verbunden ist. Ihr Softwarehersteller wird eine Funktion zum PIN-Management in das PVS integrieren, so dass die Aktivierung des Praxisausweises ("erstmaliges Setzen der PIN") sowie PIN-Änderungen direkt aus dem PVS heraus erfolgen können.

Was kostet der Praxisausweis?

Option A: medisign Praxisausweis mit 24-monatiger Mindestvertragslaufzeit:

Der Praxisausweis kostet 23,25 Euro pro Quartal und wird auch quartalsweise berechnet. Dieser Betrag beinhaltet bereits die Mehrwertsteuer und entspricht somit exakt der Fördersumme, den Sie als Praxis gemäß der Grundsatzfinanzierungsvereinbarung zwischen GKV-Spitzenverband und Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) im Abrechnungszeitraum bis Ende März 2022 erhalten.

Bei der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) beträgt die Betriebskostenpauschale für den Praxisausweis 8,00 Euro pro Monat für fünf Jahre pro Praxis/Institution. Damit liegen die Kosten für den medisign Praxisausweis sogar noch unter der Fördersumme.

Option B: medisign Praxisausweis mit fünfjähriger Vertragslaufzeit:

Der Praxisausweis kostet einmalig 450,00 Euro für einen Zeitraum von fünf Jahren. Dieser Betrag beinhaltet bereits die Mehrwertsteuer. Gegenüber der quartalsweisen Zahlung über denselben Zeitraum hinweg ergibt sich eine Ersparnis von 15 Euro.

Welche Laufzeit hat der Praxisausweis?

Die Zertifikate des Praxisausweises haben eine technische Laufzeit von maximal fünf Jahren. Bei medisign beträgt die Mindestvertragslaufzeit 24 Monate, so dass Sie sich nicht langfristig und über den gesamten Förderzeitraum hinweg an uns als Anbieter binden müssen. Für Flexibilität sorgt auch die Kündigungsfrist, die nach Ablauf der Mindestlaufzeit sechs Wochen zum Quartalsende beträgt.

Ich habe schon einen eHBA. Benötige ich trotzdem noch einen Praxisausweis?

Ja, denn der für den Versichertenstammdatenabgleich nötige Zugang der Praxis zur Telematikinfrastruktur ist nur mit einem Praxisausweis möglich, nicht mit einem elektronischen Heilberufsausweis (eArztausweis, ePsychotherapeutenausweis oder eZahnarztausweis) oder einer ZOD-Karte.

Kann ich meinen eHBA dann zurückgeben?

Nein, denn die Nutzung des eHBA ist unabhängig vom Praxisausweis und hat einen anderen Einsatzzweck. Elektronische Heilberufsausweise (eArztausweise, ePsychotherapeutenausweise oder eZahnarztausweise) und ZOD-Karten weisen die Identität einer Person (Arzt, Psychotherapeut, Zahnarzt) und nicht die Identität einer Institution bzw. Betriebsstätte nach.

Zudem ermöglichen sie die qualifizierte Signatur, die schon heute für elektronische Arztbriefe oder Überweisungen zum Labor mittels digitaler Vordrucke (Muster 10) benötigt wird. Der eHBA ist für die Anbindung der Praxis an die TI nicht zwingend erforderlich, aber für bestimmte Anwendungen der TI. Den eHBA erhalten Sie ebenfalls bei uns.

Kartenlesegerät

Benötige ich überhaupt ein Kartenlesegerät?

Ja, sowohl für die Aktivierung als auch für die Nutzung Ihrer Signaturkarte ist ein entsprechender Kartenleser unbedingt erforderlich

Auf welche technischen Eigenschaften meines Lesegerätes muss ich achten?

medisign empfiehlt, nur solche Chipkartenleser einzusetzen, die eine gültige Sicherheitsbestätigung der Bundesnetzagentur aufweisen können. Alternativ achten Sie bitte unbedingt darauf, dass das von Ihnen favorisierte Lesegerät mindestens eine gültige Herstellerklärung besitzt (beides nachzuprüfen unter www.bundesnetzagentur.de).

Um die signaturrechtlichen Anforderungen zu erfüllen, muss Ihr Lesegerät grundsätzlich eine eigene Tastatur besitzen. Damit gewährleisten diese sogenannten Class II Reader, dass die Kartenfunktionen (z.B. Signaturbestätigung per PIN-Eingabe am Lesegerät) ohne Sicherheitsrisiken ausgeführt werden. Noch weitergehende Sicherheits- und Komfortmerkmale bieten die sogenannten Class III Reader durch ein eigenes Display, das die Tastatureingaben direkt am Lesegerät anzeigt.

Welche Lesegeräte empfehlen Sie für den Einsatz mit meiner medisign Signaturkarte?

Wir empfehlen das medisign Signaturkarten-Lesegerät vom Typ CHERRY ST-2000, das mit seiner stabilen Verarbeitung und ergonomischen Handhabung besonders praxistauglich ist. Es lässt sich sehr einfach installieren und in praktisch jeder Hardware-/Software-Umgebung betreiben. Als wesentliche Sicherheitsmerkmale bietet das CHERRY ST-2000 die sichere PIN-Eingabe per eigener Tastatur sowie das Common Criteria EAL 3+ Zertifikat für elektronische Signaturen. Selbstverständlich besitzt das medisign Lesegerät eine gültige Sicherheitsbestätigung der Bundesnetzagentur.
Wenn Sie unserer Empfehlung folgen möchten, nutzen Sie bitte den folgenden Bestellschein (PDF-Download)

Ich habe bereits einen Kartenleser in der Praxis, unterstützt dieser den eArztausweis?

Wenden Sie sich hierzu bitte an den Hersteller Ihres Lesegeräts. Ihr Kartenleser muss STARCOS 3.5 Karten unterstützen.

Signatursoftware

Welche Software benötige ich für den Einsatz mit meiner medisign Signaturkarte?

Es kommt auf den Einzelfall an. Maßgebend ist immer die Anwendung, für die Sie Ihre medisign Signaturkarte nutzen wollen. Die Anwendung schreibt vor, ob Sie überhaupt eine Software benötigen und wenn ja, welche Funktionen die Software bereitstellen muss.

Wo erfahre ich, ob bzw. welche Software ich benötige?

Verbindliche Auskunft kann Ihnen der Anbieter Ihrer Anwendung (also z.B. Ihre KV/KZV oder Privatärztliche Verrechnungsstelle) geben. Für einen ersten Überblick können Sie sich auch in unserem Wegweiser-Portal informieren.

Bietet medisign eine Software für Stapelsignatur-Anwendungen an?

Alle medisign Signaturkarten mit Gültigkeitsdatum 30.09.2015 oder später verfügen über eine Stapelsignaturfunktion, d. h. bis zu 254 Dokumente lassen sich mit nur einer PIN-Eingabe zeitsparend und bequem signieren. Um diese Funktion zu nutzen, benötigen Sie eine entsprechende Signatursoftware. Möglicherweise ist diese bereits in Ihrer Praxissoftware integriert. Bitte fragen Sie bei Ihrem PVS-Hersteller nach. Alternativ bieten wir Ihnen im medisign Starterpaket die Software SecSigner mit Stapelsignaturfunktion an. Wenn Sie dieses zum Vorzugspreis bestellen möchten, nutzen Sie bitte den folgenden Bestellschein (PDF-Download)

2. Produktbestellung

Beantragung einer Signaturkarte

Was muss ich zur Bestellung einer medisign Signaturkarte tun?

Die Bestellung einer medisign Signaturkarte gliedert sich in drei Schritte. Zunächst füllen Sie online ein Antragsformular aus, das alle zur Ausstellung Ihrer persönlichen Signaturkarte erforderlichen Informationen abfragt. Anschließend müssen Sie sich gegenüber einer anerkannten Identifizierungsstelle als Antragssteller persönlich ausweisen. Erst wenn dieser Identitätsnachweis gemeinsam mit Ihren schriftlichen Antragsunterlagen bei medisign eingegangen und geprüft ist, wird eine Bestellung ausgelöst.

Warum kann ich eine medisign Signaturkarte nicht einfach über einen Online-Shop bestellen?

Das ist im Kern eine Vertrauenssache. Es darf keine Zweifel daran geben, dass die von Ihrer Signaturkarte ausgewiesene Person mit Ihnen identisch ist. Über die für Online-Bestellungen üblichen Identifizierungsprozesse lässt sich dieses Vertrauensniveau aber nicht erreichen. Außerdem verlangt der Gesetzgeber die Hinterlegung schriftlicher Antragsunterlagen.

Wo kann ich einen elektronischen Arztausweis beantragen?

Für die Ausgabe elektronischer Arztausweise sind exklusiv die Ärztekammern zuständig. Erstellt werden diese jedoch in enger Zusammenarbeit mit einem qualifizierten Zertifizierungsdiensteanbieter (ZDA). Aktuell ist medisign der einzige zugelassene Anbieter. Sie können Ihren eArztausweis unter www.ehba.de bestellen. (eHBA steht für elektronischer Heilberufeausweis).

Wo finde ich das Antragsformular für meine Signaturkarte?

Im medisign Produktkonfigurator treffen Sie zunächst eine Produktauswahl. Anschließend werden Sie automatisch auf unser speziell gesichertes Antragsportal weiter geleitet, das Ihnen das für Sie passende Antragsformular online zur Verfügung stellt.

Was geschieht mit den in das Online-Formular eingetragenen Antragsdaten?

Die Daten werden automatisch in das eigentliche Antragsformular übertragen, so dass Sie Ihren Antrag nur noch ausdrucken und unterschreiben müssen. Außerdem nutzt das medisign Trustcenter diese Daten im späteren Verlauf als Grundlage der Signaturkarten-Produktion. Bitte beachten Sie, dass medisign Ihre Online-Daten ohne entsprechenden schriftlichen Signaturkarten-Antrag nach einiger Zeit automatisch löscht.

Welche Unterlagen muss ich dem Antragsformular noch beifügen?

Beim Ausdruck des Antragsformulars wird eine Checkliste mit Hinweisen zum weiteren Vorgehen ausgegeben. Dazu gehört auch ein Hinweis zu den erforderlichen beizufügenden Unterlagen.

Wie funktioniert die Erst-Identifizierung beim Signaturkartenantrag?

Sie begeben sich persönlich mit Ihren Antragsunterlagen und einem Ausweisdokument zu einer Identifizierungsstelle, die Ihre Identität gegenüber medisign bestätigen kann.

Welche Identifizierungsstellen stehen mir zur Verfügung?

Derzeit gibt es folgende, gleichermaßen anerkannte Identifizierungsstellen: Zum einen sind das alle Filialen der Deutschen Post, die das so genannte PostIdent-Verfahren anbieten. Zum anderen steht Ihnen, falls Sie einen elektronischen Arztausweis oder ePsychotherapeutenausweis beantragt haben, Ihre Ärztekammer zur Verfügung (KammerIdent-Verfahren). Kunden der Deutschen Apotheker- und Ärztebank können zudem das BankIdent-Verfahren nutzen: Die Identität wird einfach und bequem durch den Abgleich der bei der Bank bereits hinterlegten Daten geprüft.

Was bedeutet der Punkt "monetäre Beschränkung in Euro"?

Die monetäre Beschränkung schützt Ihre digitale Unterschrift, indem sie Ihre Willenserklärung um die von Ihnen eingegebene Höchstgrenze beschränkt. Bitte geben Sie nur die von Ihnen gewünschte Zahl ohne Währungszeichen oder Komma ein.

Was bedeutet der Punkt "Ich möchte die Nutzung meines Signaturzertifikates wie folgt beschränken"?

Beschränken Sie Ihre digitale Unterschrift auf einen bestimmten Lebens- oder Anwendungsbereich. Dies kann z. B. Ihre Tätigkeit als Arzt sein.

Was bedeutet der Punkt "Veröffentlichung"?

Mit Ihrer Signaturkarte können Sie verschlüsselte Mails verschicken und Sie können an Sie versendete verschlüsselte Mails entschlüsseln. Damit Ihnen eine verschlüsselte Mail gesendet werden kann, benötigt der Absender Ihr öffentliches Zertifikat. Dieses können Sie im Bedarfsfall dem Absender mitteilen oder mit der Zustimmung zur Veröffentlichung in einer Art "Telefonbuch" auf unserer Seite zur Verfügung stellen. (Die dort hinterlegten Daten sind auf das absolut Notwendige begrenzt.). Der Absender kann jetzt seine Mail an Sie verschlüsseln, ohne vorher Kontakt mit Ihnen aufgenommen zu haben.

Bestellung von Zusatzkomponenten

Wie bestelle ich ein Lesegerät und/oder eine Signatursoftware für meine Signaturkarte?

Wir empfehlen Ihnen, diese Bestellung direkt in Verbindung mit Ihrem Kartenantrag vorzunehmen, so dass Sie nach Auslieferung Ihrer Signaturkarte sofort starten können. Im medisign Produktkonfigurator finden Sie eine Auswahl der benötigten Ausstattungskomponenten.

Benötige ich zwingend das von Ihnen angebotene Starterpaket?

Nicht, wenn Sie bereits über ein entsprechendes Kartenlesegerät sowie eine Signatursoftware verfügen.

Produktauslieferung

Wie erfahre ich mehr über den Fortgang meiner Bestellung?

medisign informiert Sie automatisch per E-Mail. In der Regel innerhalb einer Woche, nachdem Sie Ihren Antrag versandt haben, erhalten Sie auf diesem Wege unsere Auftragsbestätigung. Außerdem senden wir Ihnen eine Versandankündigung, sobald die Produktion Ihrer Signaturkarte abgeschlossen ist. Wenn Sie einen elektronischen Berufsausweis bestellt haben, benachrichtigen wir Sie zusätzlich, sobald Ihr Antrag an die zuständige Freigabestelle weitergegeben wurde.

Wann kann ich mit dem Erhalt meiner Signaturkarte rechnen?

Die Produktionszeit variiert in Abhängigkeit von der Vollständigkeit und Richtigkeit der eingereichten Unterlagen sowie der Bearbeitungszeit der zuständigen Körperschaft für die notwendigen Freigabeprozesse. Erfahrungsgemäß ist hier je nach Region und Berufsgruppe mit Zeiträumen zwischen 4-6 Wochen zu rechnen. Für alle übrigen Prozesse benötigt medisign bei fehlerfreien Anträgen maximal 2 Wochen.

Beantragung einer Folgekarte

Warum benötige ich eine Folgekarte?

Die Zertifikate auf Ihrer Signaturkarte haben aufgrund gesetzlicher Vorschriften eine begrenzte Lebensdauer. Um Ihre Signaturkarten-Anwendungen über diesen Zeitraum hinaus nutzen zu können, müssen Sie sich eine neue Signaturkarte ausstellen lassen.

Wie beantrage ich eine Folgekarte?

Für die Beantragung einer Folgekarte melden Sie sich bitte im medisign Kundenportal My medisign an. Dort finden Sie den für Sie vorbereiteten Link zum vereinfachten Antragsprozess für Ihre Folgekarte.

Worin unterscheidet sich eine Folgekarte von einer "neuen" Signaturkarte?

Der Unterschied liegt zum einen in der wesentlich einfacheren Antragsstellung für eine Folgekarte. Hier können Sie z. B. ein Antragsformular nutzen, das bereits mit Ihren vorliegenden Stammdaten vorbefüllt ist. Noch wichtiger: Sofern die wesentlichen Vertragsdaten unverändert übernommen werden, können Sie Ihren Antrag ohne erneute persönliche Identifizierung direkt bei medisign einreichen.

3. Installation

Inbetriebnahme

Kann ich meine Signaturkarte sofort nach Erhalt praktisch nutzen?

Nein, zuerst müssen Sie die Zertifikate Ihrer Signaturkarte freischalten, d. h. Sie müssen die Transport-PINs in Echt-PINs ändern. Dazu rufen Sie bitte das Downloadcenter im Support-Bereich der medisign Website auf. Hier folgen Sie bitte dem Step-by-Step-Guide über alle Schritte bis zum Abschluss der Installation.

In welcher Arbeitsumgebung sollte ich meine Signaturkarte in Betrieb nehmen?

Die wichtigste Anforderung lautet: Ihre Arbeitsumgebung sollte möglichst sicher sein. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, dass insbesondere Ihr Betriebssystem und Ihr Browser sowie die mit Online-Anwendungen verknüpften, lokalen Programme (z.B. Java, Flash, PDF-Reader) auf dem aktuellen Stand sind. Installieren Sie bitte gegebenenfalls die entsprechenden Sicherheits-Updates der Hersteller nach und prüfen Sie regelmäßig die Aktualität aller Software-Komponenten. Darüber hinaus benötigen Sie für die Inbetriebnahme lediglich einen Internet-Zugang und ein Kartenlesegerät.

Warum wird bei mir die Freischalt-App offensichtlich nicht gestartet?

Bedenken Sie bitte, dass für das Laden der Freischalt-App aus dem Internet eine gewisse Zeit erforderlich ist. Falls auch nach längerer Zeit nichts passiert, ist in der Regel eine nicht installierte oder aktivierte Java-Runtime die Ursache. Sie können Ihre Java-Installation hier überprüfen: Java Überprüfung

Woher bekomme ich weitere Hilfe bei der Inbetriebnahme?

Bitte lesen Sie auf jeden Fall aufmerksam die zu jedem Installationsschritt verfügbaren Hilfsdokumente. Darüber hinaus können Sie über das medisign Kundencenter unter der Festnetz-Nummer 0211 77008-390 unseren telefonischen Support in Anspruch nehmen.

Laufender Betrieb

Woran erkenne ich, ob meine Signaturkarten-Installation funktioniert?

Sie sollten direkt nach der Inbetriebnahme das medisign Kundenportal My medisign aufsuchen. Hier können Sie bereits bei der Anmeldung testen, ob die Authentifizierungsfunktion der Signaturkarte von Ihrer Installation korrekt bereitgestellt wird. Nach erfolgreicher Anmeldung finden Sie im Bereich "medisign Admin" weitere Testfunktionen.

Wie verhalte ich mich bei mehrfacher Falscheingabe der PIN?

Bitte unternehmen Sie zunächst keine weiteren Eingaben, bevor Sie sich über die Ursache der Fehlversuche im Klaren geworden sind. Zum Schutz vor Missbrauch ist die Zahl aufeinanderfolgender PIN-Falscheingaben bei Ihrer Signaturkarte auf maximal 3 begrenzt. Danach ist die Signaturkarte zu Ihrer eigenen Sicherheit (Verhinderung des Missbrauchs) gesperrt. Wenn Sie die Karten-PIN falsch eingegeben haben, können Sie durch Eingabe Ihrer Karten-PUK die Karte wieder entsperren. Wenn Sie die Signatur-PIN falsch eingegeben haben, können Sie diese durch Eingabe Ihrer Signatur-PUK zurücksetzen. Wenden Sie sich deshalb im Zweifelsfall immer an das medisign Kundencenter unter der Festnetz-Nummer 0211 77008-390 .

Was muss ich bei Verlust oder Diebstahl meiner Signaturkarte tun?

Um potenziellen Missbrauch Ihrer Signaturkarte zu vermeiden, sollten Sie diese möglichst umgehend sperren lassen. Hierfür stehen Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Wir empfehlen die telefonische Sperrung, da hier zwischen Sperrwunsch und technischer Durchführung die geringste Verzögerung entsteht. Alle Details zur Durchführung einer Sperrung finden Sie hier. Wichtig! Die Sperrung einer Signaturkarte kann nicht rückgängig gemacht werden! Um weiter mit Ihren Signaturkarten-Anwendungen arbeiten zu können, müssen Sie deshalb nach Sperrung eine Ersatzkarte beantragen, welche u. U. mit zusätzlichen Kosten für Sie verbunden ist. Bitte nehmen Sie hierzu Kontakt mit unserem Kundencenter unter der Festnetz-Nummer 0211 77008-390 auf.

Was kann ich bei vermutetem Defekt meiner Signaturkarte tun?

Setzen Sie sich bitte mit unserem Kundencenter unter der Festnetz-Nummer 0211 77008-390 in Verbindung.

Wie kann ich den Vertrag für meine Signaturkarte kündigen?

Zur Kündigung Ihres Signaturkarten-Vertrags senden Sie bitte ein schriftliches Kündigungsschreiben an: medisign GmbH, Richard-Oskar-Mattern-Str. 6, 40547 Düsseldorf. Die relevanten Kündigungsfristen entnehmen Sie bitte unseren AGBs.

4. Anwendungen

medisign Kundenportal "My medisign"

Wie funktioniert die Anmeldung am medisign Kundenportal?

Für den Zugang zu unserem Kundenportal müssen Sie Ihre (freigeschaltete) medisign Signaturkarte einsetzen. Dann stehen Ihnen zwei verschiedene Anmeldeverfahren zur Verfügung:

  • Client-Identifizierung (Anmeldung mit installierter medisign Privacy Software)
  • Server-Identifizierung (Anmeldung mit Installiertem Java-Browser-PlugIn)

Login am medisign-Portal mit Firefox-Browser

Wenn Sie sich mit dem Firefox-Browser per Client-Authentifizierung (medisign Signaturkarte, Kartenleser und installierter Software medisign Privacy) auf unserem Kundenportal "My medisign" anmelden wollen, so ist dies nicht in jedem Fall möglich. Als einfachste Lösung empfehlen wir Ihnen, die Anmeldung per Server-Authentifizierung (siehe unten) vorzunehmen. Alternativ können Sie sich auch mit unserem Kundencenter (unter der Festnetz-Nummer 0211 77008-390 oder per Email unter hotline@medisign.de) in Verbindung setzen, das Ihnen gerne mitteilt, welche Einstellungen Sie in Ihrer Version des Firefox vornehmen müssen und wie Sie dies durchführen.

Portal-Anmeldung per Signaturkarte

Welchen Vorteil hat die Client-Identifizierung?

Sie ist ein sehr standardisiertes Verfahren und wird daher von vielen Portalen im Gesundheitswesen für die Anmeldung per Signaturkarte eingesetzt. Aufgrund seiner schnellen, zuverlässigen und über verschiedene Portale hinweg einheitlichen Arbeitsweise empfiehlt sich die Client-Identifizierung vor allem für die häufigere Signaturkarten-Anwendung. Voraussetzung für die Nutzung dieses Verfahrens ist der Einsatz eines Windows-PCs, des Microsoft Internet-Explorers und einer medisign Privacy Software.

Welchen Vorteil hat die Server-Identifizierung?

Sie ist ein sehr flexibles Verfahren und arbeitet mit praktisch allen, heute gängigen Computersystemen zusammen. Die Server-Identifizierung funktioniert nach dem Prinzip einer Funktions-App, die zum Start des Anmeldeprozesses vom Portal-Server auf Ihren Rechner geladen wird. Die Nutzung dieser Funktions-App erfordert auf Ihrer Seite lediglich eine aktivierte Java-Runtime-Umgebung.

eArztausweis & Signatur elektronischer Arztbriefe

Was bringt mir der eArztausweis?

Der eArztausweis soll in erster Linie zu einer Bürokratieentlastung für alle Beteiligten führen. Wie der reguläre Arztausweis auf Papier dient er als Sichtausweis nach Landesheilberufsgesetz. Darüber hinaus verfügt er über eine Stapelsignatur-Funktion, mit der Sie bis zu 254 Dokumente (z. B. elektronische Arztbriefe) zeitsparend und rechtssicher mit einer einzigen PIN-Eingabe signieren können. Sie können sich mit ihrem eArztausweis zudem verbindlich identifizieren - zum Beispiel an Webportalen - und Dokumente für den Transportweg sicher verschlüsseln. Künftig wird der eArztausweis für weitere Anwendungen der Telemastikinfrastruktur benötigt, etwa für den Zugriff auf die Notfalldaten oder den Medikationsplan, die beide auf der elektronischen Gesundheitskarte des Patienten hinterlegt sein werden. Über weitere Nutzungsmöglichkeiten des eArztausweises können Sie sich bei Ihrer Ärztekammer oder Kassenärztlichen Vereinigung informieren.

Kann der eArztausweis auch als Sichtausweis verwendet werden?

Ja, der eArztausweis ist auch ein Sichtausweis nach Landesheilberufsgesetz, aber er enthält zusätzlich digitale Funktionen (s. auch Frage "Was bringt mir der eArztausweis?")

Benötige ich den elektronischen Arztausweis?

Dies können Sie bei Ihrer zuständigen Ärztekammer oder Kassenärztlichen Vereinigung erfragen. Weitere Informationen zu den Anwendungsfeldern des eArztausweises finden Sie auf der Internetseite der Bundesärztekammer unter folgenden Link: www.bundesaerztekammer.de/aerzte/telematiktelemedizin/earztausweis/faq/

Welche Vorteile habe ich vom elektronischen Arztbrief?

  • Im Vergleich zum Fax ist der Versand erheblich sicherer in Bezug auf Datenschutz und ärztlicher Schweigepflicht, da die Übertragung elektronisch verschlüsselt erfolgt.
  • Der bürokratische Aufwand ist erheblich geringer, da der Versand EDV-gestützt ist.
  • Im Vergleich zum Versand per Brief sparen Sie das Porto.
  • Laut offizieller Regelung (E-Health-Gesetz vom 21.12.2015, § 291f) erhalten Ärztinnen und Ärzte, die elektronische Arztbriefe versenden, 0,55 ¤ Telematik-Zuschlag pro elektronisch signiertem eArztbrief.

Benötige ich zum Versenden und Empfangen von eArztbriefen außer dem eArztausweis noch andere Dienste oder Komponenten?

Ja, Sie benötigen einen KV-SafeNet-Zugang mit KV-Connect-Funktion eines Drittanbieters. Ob Ihre Praxis-Verwaltungssoftware dies auch ohne die Nutzung von Diensten Dritter unterstützt, erfragen Sie bitte bei Ihrem PVS-Anbieter.

Kann ich auch ohne elektronische Signatur eArztbriefe versenden?

Ja, aber ohne Signatur erhalten Sie die im E-Health-Gesetz vom 21.12.2015, § 291f beschlossene eArztbrief-Förderung nicht.

Wer ist für die Förderung des eArztbriefes verantwortlich?

Verantwortlich ist die für Sie zuständige Kassenärztlichen Vereinigung.

Was benötige ich, um einen elektronischen Arztbrief zu erstellen?

  • Bitte erfragen Sie bei Ihrem Praxis-Softwarehersteller, ob dieser die Versendung elektronischer Arztbriefe unterstützt.
  • einen KV-SafeNet-Anschluss mit KV-Connect-Funktion (erhältlich über Drittanbieter, ggf. entstehen Zusatzkosten)
  • einen elektronischen Arztausweis (= eHBA)
  • einen Kartenleser, der für elektronische Arztausweise zugelassen ist
  • eine Signatur-Software für den elektronischen Arztausweis (Fragen Sie bei Ihrem Praxis-Softwarehersteller nach, ob diese bereits in Ihrer Praxissoftware integriert ist.)

Was benötige ich, um einen elektronischen Arztbrief empfangen zu können?

Sie benötigen einen KV-SafeNet-Anschluss mit KV-Connect-Funktion (erhältlich über Drittanbieter, ggf. entstehen Zusatzkosten)

Weitere Informationen

Wegweiser-Portal

Erfahren Sie, welche Signaturkarten-Anwendungen es in Ihrer Region gibt.

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